Ein Traum wird wahr! - Auf zum Yellowstone National Park

22Juli2016

Nach einem entspannenden Wochenende am See ging es für mich einige Tage später auch schon weiter.
Und zwar zum Yellowstone National Park. Das war ein Ort den ich unbedingt hatte sehen wollen!

Ich unternahm diesen Trip mit einem anderen Au-Pair. Erstmal flogen wir nach Denver, Colorado, wo wir uns mit unserem Reisegruppe trafen. 95% davon Chinesen... Yeah, dachte ich und es war machmal echt gruselig mit denen, denn die fotografieren wirklich alles! Jeden noch so unwichtigen, hässlichen Stein...Und dann lächeln die noch nicht mal auf den Bildern. Das war glaube, das was mich am meisten gestört hat. Die sehen immer so toternst aus. 
Ich habe auch in dieser Woche in so vielen chinesischen Restaurants gegessenwie nie zuvor in meinem Leben.
Aber wir waren ja nicht auf dieser Tour, um Freunde fürs Leben zu finden oder wegen dem Essen. Wir wollten den Mittleren Westen Amerikas erkunden!

Und es fing gleich in Denver an. Erst sind wir ein bisschen in der Stadt rumgelaufen, die wirklich schön ist und wie ich finde doch ein wenig mehr europäisch wirkt als amerikansich, und danach zu den Red Rocks gefahren, die etwa 1 Stunde von Denver entfernt liegen. Da bekam man gleich am Anfang das Wild-West-Feeling.

Denver Wandbemalung Indianer erlegt Büffel Statue in DenverIn Denver - Ja das ist eine Kuppe aus Gold! Red Rock Mit Blick auf Denver Wirklich rot! Mit Blick auf Denver Hammer Sicht Panorama Westmann Statue bei den Red Rocks

Weiter gings Stunde um Stunde entlang an den Rocky Mountains und durch die Prarie. Nebenbei lief im Bus "Der mit dem Wolf tanzt", weil wir grade durch die Gegend fuhren, in der der Film gedreht wurde. Aber ich schaute mir lieber die am Fenster vorbeifliegende Landschaft an, die mich irgendwie in ihren Bann geschlossen hatte. Auch wenn es nichts wirklich besonderes zu sehen war, es faszinierte mich einfach das es, so weit man sehen konnte, eunberührte Natur war. Man sah kaum Häuser geschweige denn richtige Städte. Es war einfach ein offenes weites Land und hat mir unheimlich gut gefallen.

Unser nächster Stop war das "Crazy Horse Memorial". Eine von Native Americans errichtete Gedenkstätte an ihren größten Kämpfer im Indianerkrieg, Crazy Horse. Die Amerikaner errichteten Mount Rushmore und da dachten sich die Einheimischen, was die können, können wir auch! Also fingen sie an diesen riesigen Felsen zu bearbeiten. Ich muss sagen, dass ich echt enttäuschend überrascht wurde, als wir dort ankamen und grade mal das Gesicht von dem Typ fertig ist. Andererseits auch verständlich, denn nur Native Americans ist es gestattet an dem Denkmal zu arbeiten und sie wollen keine Hilfe von Außenstehenden, dadurch dauert das jetzt schon fast 100 Jahre oder so.
Ich würde gerne sehen, wie es später aussieht, aber wahrscheinlich bin ich zur Zeit der Fertigstellung nicht mehr am Leben.

Noch viiiiiiel zu tun! Crazy Horse - Wie es später aussehen soll Fands schade dass man nicht näher ran konnte Nature Gate - gebaut von Native Americans

Vom "Crazy Horse" war es nur eine kurze Fahrt bis zum Mount Rushmore, der mich nun, nach dem enttäuschenden "Crazy Horse", wirklich beeindruckte. Und dank meiner guten Kamera konnte ich sogar wirklich coole Fotos im Zoom machen. In Stein verewigt sind hier die U.S. Präsidenten (von links nach rechts) George Washington (1.U.S. Präsident), Thomas Jefferson (3.), Theodore Roosevelt (26.) und Abraham Lincoln (16.).

Mount Rushmore Faszinierende Kunst

Dann hielten wir auch noch beim Devils Tower an, um dessen ungewöhnliche Erscheinung viele Legenden ranken und der vor allem bei Profi-Kletterern sehr beliebt ist. Um ganz ehrlich zu sein, ich finde er sieht wirklich ein bisschen gruselig aus ins Besondere so von weiter weg :D

Devils Tower aus der Ferne Am Devils Tower Devils Tower - Teufelsberg

Und dann nach einer langen Reise kamen wir endlich am Ziel an: Yellowstone National Park
Wir sind durch den östlichen Eingang reingefahren und dann zum nördlichen wieder raus. Haben dort eine Nacht übernachtet und sind dann vom Norden durch den westlichen Teil zum Südtor wieder hinaus. 

Am nördlichen Zugang Nördliches Eingangstor

Ich werde euch jetzt einfach mit sehr vielen Bildern vollknallen, weil es einfach so viel zu sehen gab und es wirklich auch an jeder Ecke anders aussah. Man schaut grade noch aus dem Fenster und es ist grüner dichter Wald mit Bergen zu sehen und im nächsten Moment ist da eine mit grasenden Bisons bevölkerte flache Prärielandschaft. Es war atemberaubend und noch viel schöner als ich es mir vorgestellt hatte. 
Zuerst umfuhren wir ein wening den Yellowstone Lake, der wirklich erstaundlich groß war. Da wurde mir erstmal bewusst wie riesig der Park wirklich sein musste...

Yellowstone Lake Am Yellowstone Lake Yellowstone Lake

Dann besuchten wir diverse heiße Quellen und so harmlos es auch scheinen mag auf den Bildern, oder auch als wir dort waren, es ist mega gefährlich. Diese Quellen sind bis zu 60/70 Grad Celsius heiß und der Boden ist so instabil, dass es lebensgefährlich ist den Pfad oder Steg zu verlassen, die dort angelegt sind.Und tatsächlich wurde uns dort vorort gesagt, dass 5 Wochen zuvor an eben jener Stelle wo wir jetzt stehen, ein 23-Jähriger ums Leben gekommen ist, weil er in eine Quelle hineinfiel. Da schluckt man dann erstmal und achtet wirklich sorgsam darauf nicht irgendwo falsches hinzutreten. Denn noch war die Landschaft mega schön und es wirkte so friedlich. Ich glaube, das ist auch der Grund warum es dort so viele Unfälle gibt, weil man sich der Gefahr nicht wirklich bewusst wird und sie unterstätzt. Auch die Quellen waren mit klarsten Wasser gefüllt und man konnte bis auf den Grund sehen bzw. man sah nur ein tiefes Loch weit in den Boden reichen.

Hot Springs - heiße Quellen An den Hot Springs An einer heißen Quelle - nur nicht reinfallen Mammoth Hot Springs Natürliches Thermometer Hot Spring Bestes Shirt Wasser bis zu 90 Grad Celsius heiß  Schöne aber gefährliche Landschaft Dabei sieht es so harmlos aus Pano

Heißes Wasser fließt in kalten Fluss dampfend heiß Und noch eine heiße Quelle Diese Farben!! Eins meiner Lieblingsbilder! Wortwörtlich

Die nächsten heißen Quellen, die wir besuchten, lagen bei dem Drachenmaul. Eine Quelle, die ihren Namen vor allem dem bestialischen Gestank verdankt aber auch das Geräusch, dass das kochende Wasser macht klang wie das Grollen eines Drachens und der Rauch, der aus der Höhle kam, könnte Drachenatem sein. So cool es auch aussah mit der Geschichte dazu, ich war froh als wir da wieder weg konnten, denn es hat wirklich einfach nur ekelhaft gestunken!

Büffelspuren in der heißen Quelle Auf dem Weg zum Drachenmaul Es hat gestunken! Schlammige heiße Quelle - die anderen sind schöner :D Drachenmaulquelle - Schild Das Drachenmaul - Ursache des Gestanks

Nahe dieser Quelle sahen wir auch die ersten Wildtiere des Parks. Amerikanische Bisons. Eine riesige Herde, sogar mit kleinen Kälbern, graste auf der anderen Seite eines Flusses und als wir den Pfad zurück zu unseren Bus entlang gingen, lag da keine 20m entfernt ein Bisonbulle. Wir waren etwas beunruhigt, weil uns Ranger am Eingang deutlich zu verstehen gegeben haben, dass Yellowstone kein Zoo, insbesondere kein Streichelzoo (!), ist und wir den Sicherheitsabstand zu den Tieren unter allen Umständen einheilten sollten. Denn es ist letztendlich Wildnis in der wir uns befinden, auch wenn die vielen Touristen und angelegten Pfade uns das vergessen lassen.
Wir also mit deutlichem Respekt und klopfenden Herzen ganz leise an diesem Büffel  vorbei und haben dabei ein paar echt geniale Bilder bekommen, aber den Sicherheitsabstand haben wir nicht eingehalten. Oops!

Büffelherde mit Kälbern ausversehen zu nah rangezoomt :D Büffel an einer heißen (und dampfenden) Quelle Einfach auf der anderen Seite vom Fluss Büffel beobachten! Die Buddys waren so 30m entfernt von uns Er pennt da einfach - ca. 20m entfernt von uns Was ein cooles Tier Ganz schön nah am Bison dran

Einer unserer Stops war auch der "Great Canyon of the Yellowstone". Einer der wohl schönsten Canyon! Mit einem Wasserfall, den "Lower Falls", der aus dem Yellowstone River in das Tal fließt. Es sah einfach aus wie eine Postkarte. Und auch hier wieder die Warung, das man bitte nicht in den Canyon stürtzen soll, weil es lebensgefährlich ist! 
Danke für den Tipp, hätte ich jetzt nicht gedacht! :D
Die Aussicht auf den Canyon war eine der besten, die ich je hatte!

Yellowstone River Erster Blick in den CanyonGrand Canyon of the Yellowstone Wie eine Postkarte! Lower Falls Great Canyon of the Yellowstone again Lower Falls *.*  Lower Falls vom Aussichtspunkt Tattoo an den Lower Falls

Mit Zeitdruck hasteten wir vom Canyon zum Old Faithful Geysir. Old Faithful bedeutet so viel wie der Wahreitsgetreue, denn dieser Geysir sprüht sein heißes Wasser pünktlich im 90-Minuten-Takt 30m in den Himmel (plus/minus 10 Minuten) und er war noch nie unpunktlich oder hat einmal ausgesetzt. Wir mussten also auch pünktlich sein und zum Glück nahm Old Faithful sein 20-minütiges Zeitfenster auch voll in Anspruch, sodass wir schon fast daran zweifelten, den Ausbruch des Geysirs überhaupt zu sehen.
Der Ausbruch an sich dauerte ca. 5 Minuten und wir konnten die Wärme des Wassers spüren, das vom Wind zu uns erüber geweht wurde. Es war lauwarm und das obwohl wir so weit entfernt saßen. Wie heiß muss da erst das Wasser sein, das direkt aus dem Geysir kommt?
Danach haben wir uns noch in dem berühmten und uralten (und ich glaube auch einzigem) Hotel im Yellowstone umgesehen, dem Old Faithful Inn. Ich will gar nicht wissen, wie viel es kostet da zu übernachten, wenn man quasi Old Faithful von seinem Zimmerfenster aus bei einem Ausbruch beobachten kann.

Geysir Old Faithful Old Faithful Inn Die chillen vor dem HotelSchön für die Kamera posen

Ein weiter Halt war das von einem Erdbeben ürbig gebliebene Vulkangestein. 
Die Farben waren irre. Weiß und Orange. Und es war nicht wie ich zuerst dachte, Salzgestein oder so. Und das Wasser, das durch den Felsen fliest, färbt den weißen Stein rötlich-orange.

altes Vulkangestein Dieser Farbkontrast und nein es ist kein Salz Hot Spring Cone Nochmal aus der Ferne Das Wasser färbt das Gestein braun Soooooo schön

Natürlich saßen wir viel im Bus und sind nur gefahren, aber diese Landschaften machten die Fahrt kein bisschen langweilig.

Diese Farben sind wirklich so krass - keine Filter oder so! Beste Aussicht Verschiedenste Landschaften Etwas weiter oben Prärie mit Bergen im Hintergrund Eine Gruppe Hirsche oder Elche - auch egal Die Landschaftsbilder werden einfach nie langweilig

Und dann ging es auch schon zurück. Raus aus Yellowstone und wir machten halt in seiner wirklich richtigen Cowboy-Stadt (natürlich für Touristen so angelegt, aber alt, original und sehr schön), Jackson Hole. DIe hatten da Tore, die aus hunderten von Hirschgeweihen (und keine gefakten) gemacht sind, Sah sehr cool aus aber ich fands doch leicht beklemmend. Die armen Hirsche.

Jackson Hole

Auf unserem Weg nach Salt Lake City (was unsere Endstation sein sollte) fuhren wir durch den Grand Teton National Park, der vor allem wegen seiner beeindruckenden und wunderschönen Bergkette, den Grand Teton, bekannt ist. Manche glauben auch, dass der Grand Teton als Beispiel für das Paramount Studios Symbol gedient hat, aber da bin ich mir nicht so sicher.

Grand Teton Grand Teton National Park Grand Teton National Park

Angekommen in Salt Lake City kamen wir natürlich nicht umhin uns den Great Salt Lake anzusehen, in dem wegen seines hohen Salzgehalts nur eine besondere Art von Krabben lebt, sonst nichts.

Great Salt Lake Möwe am Great Salt Lake

Da Salt Lake City ja auch die Hauptstadt von Utah ist, besuchten wir noch das Staatsgebäude, in dem sie viele interessante Sachen hatten, wie zu Beispiel original Utensilien aus Filmen die in Utah gedreht wurden usw. 

Staatshaus von Utah Jahrbuch High School Musical 3 Original Manuskript von High School Musical 3 Filme die in Utah gedreht worden Widmung von James Franco

Zu aller letzt haben wir uns dann noch den Mormonenkampus mit diversen Kathedralen und Kirchen angesehen, denn in Salt Lake City leben extrem viele Mormonen. Und die Kirchengebäude waren auch wirklich sehr schön und das sage ich, obwohl ich mich eigentlich nicht so für Architektur interessiere.

Mormonenkirche in Salt Lake City Mormonenkathedrale

Leider leider hieß das aber auch, dass unsere tolle Reise jetzt schon wieder vorbei ist. Diese eine Woche war vergangen wie im Nu! UNd mein Fazit ist, dass ich unbedingt nochmal zum Yellowstone zurückkehren werde, um dort so richtig Camping-Urlaub zu machen!
Aber erstmal gehts jetzt in Urlaubswoche Nummer 2!