Berichte von 12/2015

Weihnachten auf der anderen Seite des Atlantiks

29Dez2015

Puh! Die Weihnachtszeit ist rum!
Ich hatte mich zwar irgendwie darauf gefreut und war extrem gespannt, wie es werden würde, aber im Nachhinein bin ich froh, dass es jetzt vorbei ist.
An Heiligabend war meine ganze Vorweihnachtsfreude auf einmal verschwunden und ich wollte nur noch nach Hause und Weihnachten wie immer im Kreise meiner Familie verbringen.
Aber ich war ja nun mal in den USA und mein Jahr hat ja grade erst angefangen - trotzdem hatte ich an diesem Tag extremes Heimweh.

Am 24.12. ist ja in den Staaten eigentlich noch gar nicht Weihnachten. Es ist Christmas Eve und Geschenke gibts erst am Weihnachtstag (25.12.), weil Santa Claus ja erst in der Nacht durch den Kamin kommt und die Geschenke bringt.
Wie zu Hause gingen wir am Heiligen Abend aber auch in die Kirche und schauten uns das Krippenspiel an, bei dem meine Gastkinder im Chor mitsangen.
Es war ganz gut, für einen Gottesdienst :P
Wir sangen sogar "Stille Nacht, Heilige Nacht", halt auf englisch, aber es war immerhin ein mir bekanntes Lied.
Als wir nach dem Gottesdienst abends nach Hause kamen, war Santa schon einmal da gewesen und hatte jedem ein Geschenk (so zusagen als Appetitanreger) gebracht - i.d.R. sind das bei meiner Gastfamilie Weihnachtspyjamas.
Ich bekam auch einen: Rote Hose mit weißen Punkten und das dazu passende Shirt.
Die wurden dann auch gleich angezogen und nach einem schlichten Abendessen und einer Weihnachtsgeschichte gings dann ab ins Bett. Aber natürlich nicht die Kekse und die Milch für Santa vergessen! Die werden schön artig vor den Kamin gestellt und sind am nächsten Morgen alle aufgegessen :D
Am nächsten Morgen wurde ich dann ganz sanft und liebevoll (natürlich nicht) von den Kindern geweckt, denn sie dürfen erst runter zu den Geschenken, wenn alle wach sind (und sie halten sich auch wirklich dran).
Und unter dem Weihnachtsbaum lagen wirklich ein Haufen Geschenke. Und nicht zu vergessen die Christmas Stockings - eine Socke für jede Person, die am Kamin hängt. Alles war voll mit Geschenken und Süßigkeiten *.*
Ich hatte wirklich nicht viel erwartet, zumal ich ja erst seit einem Monat in der Familie bin, aber ich hab so schöne und wirklich auch durchdachte Geschenke bekommen. Es war echt so lieb von meinen Gasteltern.

Unser Weihnachtsbaum Geschenke *.*


Meine Gastmom hat so ein Geschenkprinzip, das finde ich total genial. Die Kids kriegen immer "Something you want, something you need, something to wear and something to read".
(Etwas, das du dir wünschst, das du brauchst, was zum anziehen und was zum lesen)
Find ich super, damit ist alles abgedeckt und die Kids wissen, dass sie auch ein Buch und Klamotten und nicht nur Spielzeug kriegen.
Natürlich überwiegten die Spielsachen und wir waren gut 3 oder mehr Stunden mit Auspacken beschäftigt.
Zwischendurch wurde dann gefrühstückt und Mittag gegessen. Allgemein verbrachten alle den ganzen Tag im Pyjama :D Es war ein total gemütlicher Tag.
Nach dem Abendessen haben wir dann zusammen die Originalversion von Miracle on 34th Street (Das Wunder von Manhattan) aus den 40er Jahren geschaut. Ein echt schöner Weihnachtsfilm und mal was anderes als Sissi oder Drei Haselnüsse für Aschenbrödl.
Am nächsten Tag hatte ich frei und traf mich mit ein paar Freundinnen, um ein wenig raus zu kommen. Aber weil das Wetter einfach mieserabel war, entschieden wir uns dazu ins Kino zu gehen. Ich musste mir kurz vor Weihnachten schon einmal den Star Wars Film mit meinen Gastkindern antun und es war schnarch langweilig, wie erwartet.
Zum Glück wollten die anderen Mädels auch lieber einen guten Film gucken und so entschieden wir uns für die Komödie Sisters. (Mi guck den Film, dass sind wir in 15 Jahren!!!!! Hab dich lieb:*)
Und ich muss echt sagen, obwohl der Film eher durchschnittlich gut war, es macht soooooo Spaß mit den Amis im Kino einen Film zu gucken.
Wenn man in Deutschland ins Kino geht, hat man immer einen gruseligen älteren Herren mit einer super verstörenden Lache, der wirklich bei jeder Kleinigkeit lacht und der Rest vom Publikum lässt hin und wieder verlegende leise Lacher von sich hören - und das wars.
In den USA sind außnahmslos alle am Lachen und wirklich laut und auch an jeder minimal lustigen Stelle im Film. Ich hab mich wirklich anstecken lassen und hatte nach diesem Kinobesuch einfach mal gute Laune, nur weil ich als gelacht hab.
Mega cool ist auch der free refill im Kino und in Restaurants. Man kann Popcorn und Getränke sooft man will kostenlos nachfüllen. Nagut zugegeben bei dem ekelhaften versalzenen Popcorn mit Butter will das ja keiner, aber für Getränke ist das doch der Hammer.
Schön ist auch, dass eine Medium Coke hier 1Liter ist. Ich war leicht überfordet mit soviel zu trinken bei einem 90-Minuten-Film...
Dann waren wir endlich auch mal Burger essen. Ich war so glücklich und der Burger war auch einfach der Hammer. Und sogar die Pommes waren lecker (obwohl ich die ja gar nicht mag).
Auch in den normalen Restaurants gibt es meistens free refill. Wenn dein Glas auch nur halb leer ist, kommt sofort die Bedienung angedüst und füllt es wieder bis zum Rand - umsonst!
Das brauchen wir zu Hause definitiv auch!

Lecker BBQ-Burger

Eine Sache habe ich noch, die ich irgendwie bis jetzt nie unterbringen konnte. Eine Tradition vieler Amerikaner zu Weihnachten - Elf on the Shelf (Elf auf dem Regal)

Elf on the Shelf

Und zwar handelt es sich um ein Buch (siehe oben), dem eine Elfenfigur beiliegt, die genau so aussieht, wie der Elf auf dem Bild.
Dieser kleine Elf kommt am ersten Dezember ins Haus und von da an kommt er dann jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit. Man muss ihm einen Namen geben (der meiner Gastfamilie heißt Spicey) und ganz wichtig man darf ihn nicht berühren, sonst geht seine Magie verloren!
Dieser kleine Kerl ist also im Dezemeber jeden Tag im Haus und guckt genau, ob die Kinder artig oder unartig sind. In der Nacht fliegt er dann zu Santa zum Nordpol und erstattet ihm Bericht. Dann fliegt er wieder zurück und setzt sich an einen anderen Ort im Haus, um den nächsten Tag der Kinder zu beobachten.
Spicey war sogar mal einen Tag lang im Gefrierfach und hat Eis gegessen :P
Ich finde das super süß und will für zu Hause auch so einen kleinen Stalker-Elf haben ;)


Salzbrezeln mit Schokolade und Caramel USA-Schokobälle

Ich genieße jetzt noch die Überreste meiner Weihnachtsschnucke und melde mich dann im nächsten Jahr wieder.

Wünsche euch allen einen guten Rutsch!

A Christmas Carol

21Dez2015

HUMBUG!

Wusstet ihr, dass dieses Wort vom Englischen ins Deutsche übernommen wurde? Ich dachte vorher immer, es sei andersherum gewesen.
Aber naja, man lässt sich ja immer gern eines Besseren belehren.  :D

Als wir an diesem Samstag zum Goodman Theatre in Chicago fuhren, um uns Charles Dickens' zeitlose Weihnachtsgeschichte als Bühnenstück anzusehen (meine Gastfamilie hatte mich dazu eingeladen, sie zu begleiten), war ich super aufgeregt. Diese Geschichte ist nämlich meine absolute Leblingsweihnachtsgeschichte und ein Weihnachten ohne sie ist kein richtiges Weihnachten. Natürlich habe ich das Buch gelesen und auch die zahlreichen Verfilmungen schon gesehen, aber als Theaterstück hatte ich es noch nie angeschaut. Ich konnte mir auch nicht so wirklich vorstellen, wie man die Geister und vor allem die Zeitreise von Scrooge durch die verschiedenen Weihnachtsabende nur auf einer einzigen kleinen Bühne darstellen will.
Aber anders als erwartet, war das Goodman Theatre, das von außen auch von einem großen Schild beleuchtet wird, kein kleines schlichtes Theater. Alles - Bühne, Maske, Kostüm, Musik - war eher im Stil von den großen Theatern in Deutschland, die König der Löwen, Tarzan, Wunder von Bern usw. spielen, aufgezogen.

Goodman Theatre

Und das Stück an sich hätte ich mir nicht besser vorstellen können. Es war atemberaubend!
Ich bin auch ganz stolz, dass ich alles verstanden habe. . . Ich weiß natürlich nicht, ob das jetzt an meinen verbesserten Eglischleistungen oder der Tatsache, dass ich diese Geschichte in- und auswendig kenne, liegt.
Aber im Zweifel ist mein Englisch einfach schon so gut geworden :P

Die Bühne im Goodman Theatre Scrooge und ich sind schon dicke Kumpel :P

An alle da draußen in der Nähe von Chicago: Ich kann für dieses Stück nur Werbung machen und es jedem, der in Chicago ist und die Möglichkeit hat, es sich anzusehen, empfehlen.
Und für die Neugierigen (vor allem von daheim :P) hier ein Link mit vielen Videos und Fotos von der Aufführung: http://www.goodmantheatre.org/watch-listen/?pageid=4642

Davor und danach sind wir noch ein wenig durch Downtown geschlendert (oder eher gefröstelt, denn wir haben zwar keinen Schnee, aber dafür einen rapiden Temperatureinsturz zum Wochenende bekommen), vorallem nochmal zum Christkindlmarket (aber es war so gerammelt voll, das tu ich mir nicht nochmal an!) und an den Schaufenstern von Marcy's vorbei, die zu den Weihnachtstagen immer irre dekoriert sind.
Es stehen auch voll viele Leute vor den Schaufenstern um sich die echt geniale Deko anzusehen. In NYC soll das ja noch abgefahrener sein, aber ich fand es hier schon extrem cool. Leider hat mein Handy beim Fotografieren durch das Glas hoffnungslos versagt, sodass ich nur ein brauchbares Bild hab... Ich werde wann anders nochmal versuchen ein paar Bilder zu machen.

Schaufensterdeko von Marcy's

Tja soviel gibt es diese Woche ansonsten auch gar nicht zu berichten. Ich bin nicht so viel rausgekommen, die Weihnachtsvorbereitungen halten uns alle ganz schön auf Trab und dazu kommt bei mir in den letzten Tagen noch eine nette Erkältung.
Diesen Sonntag war einfach entspannt mit einer heißen Schokolade zurücklehnen und mich durchs Weihnachtsprogramm im Fernsehen zappen.
Ich bin sowie so begeistert vom amerikanischen TV. Gut, die Werbungseinspielung ist echt übertrieben - also wirklich, nicht mal bei Sat1 gibt's so viel Werbung - aber dafür gibt es auf vielen Sendern rund um die Uhr gute Filme und nicht so einen RTL-Nachmittagsschrott.
Und natürlich ist es extrem gut, um das Englisch noch besser werden zulassen.
Wobei generell das mit dem Englisch ist eigentlich gar kein Problem mehr. Ich hab angefangen alles und jeden einfach immer zu fragen, wenn ich ein Wort nicht weiß. Ist Manchen vielleicht zu unangenehm, wildfremde Leute in der Warteschlange vom Supermarkt zu fragen, was z.B. Kasse heißt oder was diese tausend verschiedenen Geldmünzen für einen Wert haben, aber ich kann das nur empfehlen. Und in aller Regel sind die Amis auch echt super lieb und helfen gerne und jeder Zeit weiter. Und auf diese Weise lernt es sich auf jeden Fall am leichtesten (und manchmal auch am lustigsten).

So und nun komme ich auch schon wieder zum Ende. Es wurde sich ja schon von den Lesern jüngerer Generationen beschwert, ich würde immer soooooo viel schreiben, das könne man sich ja gar nicht durchlesen. :D Stimmt ja auch! Tschuldigung :P Meinen nächsten Bericht gibt's dann erst wieder nach Weihnachten.

                                         I wish you a merry Christmas!

'And so, as Tiny Tim observed, God Bless Us, Every One!'
                                                                   (A Christmas Carol by Charles Dickens)

Weihnachtslichter und Cookie-Day!

14Dez2015

 Hallihallo!

Passend zur Weihnachtszeit wird dieser Eintrag ganz festlich, damit auch jeder Weihnachtsmuffel in Festtagsstimmung versetzt wird ;)
Also selbst wenn man, wie ich selbst, ein kleiner Grinch ist und Weihnachten lieber gehen als kommen sieht, kommt man an der Vorweihnachtsstimmung hier in den Staaten einfach nicht vorbei. Ich glaube, ich war seit Jahren nicht mehr so in Weihnachtsstimmung wie dieses Jahr. Überall, wirklich überall!, läuft non-stop Weihnachtsmusik. Die meisten Lieder kenne ich zum Glück nicht, wodurch sie mir nicht so auf die Nerven gehen und mir trotzdem Weihnachtsfeeling geben.
Dekoriert sind hier, wie ich ja schonmal erwähnt habe, die Geschäfte und öffentlichen Plätze seit Mitte November. Mittlerweile sind auch die meisten Privathäuser von innen und außen geschmückt.
Traditionell holen die meisten Amis ihren Weihnachtsbaum in den Tagen nach Thanksgiving und ab dann ist dem Geschmücke keine Grenzen mehr gesetzt.
Wer schonmal den Weihnachtsklassiker 'Eine schöne Bescherung' geguckt hat, der kann sich ungefähr ausmalen, wie es hier in den Straßen mittlerweile aussieht.
Und wer jetzt, wie ich anfangs auch, denkt, dass in diesen Filmen das Klischee einfach nur lächerlich übertrieben wird, dem kann ich eindeutig sagen: "NEIN!"
Es ist tatsächlich die reine Wahrheit. Natürlich ist es von Haus zu Haus unterschiedlich, manche sind dezenter und andere wieder vollkommen drüber, aber im Großen und Ganzen macht sich jede amerikanische Familie dieser Tage Gedanken darüber, wie sie ihr Haus am schönsten schmücken kann.

Wir haben uns am Freitagabend einen Spaß daraus gemacht, mal durch die Nachbarschaft zu fahren und uns die schönsten und abgefreaksten Hausdekos anzugucken. Und was wir da gesehen haben, dass ist echt unglaublich.
Zuerst sahen wir ein Haus, das wie ich fand schon echt reichlich geschmückt war.

Christmastime

Aber meine Freundin sagte dann, sie habe auf der Hinfahrt ein so abgefahrenes Haus gesehen, dass müsste ich mir unbedingt angucken. Als wir dort ankamen, traute ich meinen Augen nicht. Da stand dieses gigantische Haus mit einem riesigen Vorgarten und einfach jeder freie Platz wurde dafür genutzt, irgendwelche Lichterfiguren o.ä. aufzustellen. Wirklich dieses Haus sah aus, als hätte der Weihnachtsmann persönlich seinen gesamten Weihnachtsschmuck aus seinem Schlitten in diesen Vorgarten geworfen. Es war der Wahnsinn!

Pray for Paris! Santas Schlitten im Garten Eine Santafigur im Glaskasten WOW! das ganze Haus Merry Christmas! Feliz Navidad

Was diese Leute an Geld ausgegeben haben müssen! Sowas von zu viel. Aber wenns ihnen Spaß macht :D
Meine Hostmom hat mir dann auch erzählt, dass viele Leute ihre Häuser von professionellen Firmen dekorieren lassen und dafür teilweise tausende von Dollars ausgeben.
Auf dem Nachhauseweg habe ich dann noch ein Haus gesehen, das doch ein sehr schlichtes Design hatte (nur im Vergleich zu allen anderen Häusern hier). Aber das könnte ich mir auch zu Hause irgendwann mal gut vorstellen.

Am Sonntag war ich bei meiner amerikanischen Freundin (deren Familie ja immer ganz deutsche Pancakes macht) zum Plätzchen backen eingeladen. Darauf hatte ich mich schon die ganze Woche gefreut!
Es war wirklich richtig cool. Die Küche war voller Leute (ihre Eltern, Geschwister, Freund und Onkel waren da). Wir hatten jede Menge zu tun, denn wir wollten ja möglichst viele Cookies machen und auch viele verschiedene Sorten ;)
Weil ihre Familie ja deutsche Wurzeln hat, machten wir deutsches Spritzgebäck, allerdings in etwas abgespaceter, amerikanischer Version halt. Der Teig war grün und rot (passend zu Weihnachten eben) und das Verzieren war ebenfalls bunt und nach dem Motto: "Je mehr, desto besser!"
Dann haben wir noch eines meiner Rezepte ausprobiert, dass sie tatsächlich auch nicht kannten, aber sie fanden es klasse und ich musste ihnen gleich mal das Rezept dalassen. (Wir haben Pfauenaugen gemacht)
Und wir haben ein paar Rezepte einfach gemixt. Die Mutter hatte nämlich so eine Art Vanillekipferlteig mit gemahlenen Mandeln und wollte daraus so Bällchen formen. Wir redeten grade über unsere Lieblingsrezepte und ich erzählte ihr von Mandelhörnchen, die man ja auch mit Mandeln und Marzipan macht und an den Enden in Schokolade taucht. Zwar war der Teig kein typischer Mandelhörnchenteig, aber sie fand die Idee, die Enden in Schokolade zu tauchen, so gut, dass sie das übernommen hat und wie sie mir verriet, ab jetzt immer so machen wird.
Generell machen die Amis ihre Plätzchen eigentlich nicht mit viel Schokolade. Ich kenne das anders, denn zu Hause waren einfach mal fast alle Plätzchen irgendwie mit Schokolade verziert.

Es war so toll, denn am Ende des Tages lagen auf den vielen Tellern original amerikanische, deutsche und amerikanisch-deutsche Plätzchen zusammen. Wenn das mal nicht kultureller Austausch ist! :D

Cookie-Day!

Nach der Arbeit kam natürlich das Vergnügen! Während wir nämlich drinnen gebacken hatten, haben die Männer draußen Chickenwings gegrillt, die wir uns dann schön haben schmecken lassen und zum Nachtisch gabs natürlich ein paar selbstgemachte Plätzchen.
Der Onkel (ein sehr lustiger Kerl) hat mich alles Mögliche gefragt und fand das einfach klasse, dass seine Nichte mich eingeladen hatte (ich fand das übrigens auch klasse :P). Er konnte sogar ein bisschen deutsch sprechen und hat mir gleich erstmal von seiner Reise nach München erzählt.
Ich wurde auch gleich von allen eingeladen, mal wieder vorbei zu kommen. Das nächste Mal wird mir dann gezeigt, wie man Twisters macht. Ich hab zwar noch keine Ahnung was das genau ist, aber ich glaube es ist sowas ähnliches wie Stockbrot.
Es soll das kulinarische Geschenk dieser amerikanischen Familie an mich sein, das ich mit nach Hause nehmen kann und an meine Famile weitergebe. So hat es mir der Onkel erklärt. Alle waren wirklich sehr daran interessiert mehr über die Traditionen und Gebräuche des jeweils anderen Landes zu erfahren und so war es einfach nur ein lustiger und ganz toller Tag!

Meine zwei Favoriten unter den Plätzchen sind komischer Weise beide mit Brezeln. Aber solche Plätzchen hab ich wirklich vorher noch nie gegessen.
Also die einen sind kleine Brezel/Salzstangen-Quadrate, auf die man einen Rollo legt (Schokolade mit Caramelkern) und dann tut man sie in den Ofen. Wenn sie wieder rauskommen, drückt man oben auf den Rollo einen Smartie (zu Weihnachten rot und grün - zum Valentinstag in pink usw.) und lässt sie abkühlen. Wirklich es schmeckt so genial!
Und die anderen sind dicke Salzstangen, die man einfach in geschmolzener Schokolade rollt und dann kleingebröselte Pfefferminzbonbons drüberstreut. (Hier ist sowie so Pfefferminz die typische Weihnachtssüßigkeit - es gibt wirklich alles mit Pfefferminzgeschmack)
SOOOOOOOO LECKER!

Pfefferminzstange und Weihnachtsgruß

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig von meiner Weihnachtsstimmung abgeben und vielleicht zu neuen Plätzchenrezepten inspirieren ;)

Wünsche euch allen noch eine schöne Vorweihnachtszeit!

Ein Trip nach Downtown und . . . noch ein Trip nach Downtown! :D

08Dez2015

Hallo allerseits!

Ersmal danke für die vielen lieben Kommentare. Freue mich immer total, wenn ich sie lese :*

Es ist viel passiert am vergangenen Wochenende und es war teilweise ziemlich lustig und verrückt.
Nach meiner nun schon 3. Woche in den USA (es ist krass wie schnell die Zeit vergeht) hatte ich endlich Zeit Downtown zu erkunden. Ich traf mich mit zwei anderen Au-Pairs (eine Finnin und eine Deutsche) und ab gings zum shoppen! Was soll ich sagen, zwischen Victoria`s Secret, Forever 21, Old Navy, H&M usw. waren selbst 7 Stunden nicht genung und das Geld definitiv zu wenig! :D
Aber wir hatten uns nicht nur zum shoppen getroffen, sondern wir wollten auch auf den Chicagoer Christkindlmarket von dem wir schon so viel gehört hatten.
Es wird geworben mit dem "original" deutschen Weihnachtsmarkt (denn so etwas gibt es in Amerika eigentlich nicht), den wir uns als deutsche Au-Pairs natürlich nicht entgehen lassen können und der uns vielleicht ein bisschen Heimatgefühl gibt.
Als wir den doch ziemlich kleinen Platz erreichten, wo die Hütten aufgestellt waren, kamen uns vertraute Gerüche von gebrannten Mandeln (auch eher unbekannt hier), Bratwürstchen und Glühwein in die Nase.
Doch schon am Eingang mussten wir leicht schmunzeln und waren begeistert, wie die Amerikaner es geschafft hatten uns ein Stück Heimat in dieses fremde Land zu bringen. Denn um dem Ursprungsland dieses Marktes angemessen Tribut zu zollen und den amerikanischen Besucher schon am Eingang in deutsche Weihnachtsmarktstimmung zu versetzten, wollte man das Willkommensschild auf deutsch schreiben. Allerdings war anscheinend der Goggleübersetzter kaputt. Denn über dem Eingang stand:

Wilkommen to the Christkindlmarket! - reinstes Deutsch :D

Also da denkt man sich doch auch: Der Übersetzer hatte nur einen Job und dann so gefailed! Wir haben es mit Humor genommen und dachten uns, vielleicht ist der Markt ja besser als die Deutschkenntnisse der Amis.
Und siehe da, es war tatsächlich echt gut. Die Stände sahen wirklich so aus, wie zu Hause auf dem Weihnachtsmarkt und auch die angebotenen Waren kamen in den meisten Fällen aus Deutschland. Es war herrlich - abgesehen von der Tatsache, dass sich so viele Menschen auf dem doch sehr begrenzten Platz zwischen den Hütten drängten, so dass es fast unmöglich war sich einem Stand zu nähern oder geschweige denn dort stehen zu bleiben und sich die Sachen anzugucken, denn es war nirgendwo ein freier Platz und für Leckereien wie Glühwein, gebrannte Mandeln, Döner und Berliner musste man bis zu 30 min in der Schlange stehen.
Dazu hatten wir aber keine Lust und so hatten wir nach kurzer Zeit auch alles von dem überschaubaren Markt gesehen. Trotzdem war es ganz schön dieses Jahr nicht vollkommen auf einen Weihnachtsmarktbummel verzichten zu müssen. Aber ich denke nächstes Jahr möchte ich das doch lieber wieder in Deutschland machen :D
Was uns noch sehr amüsiert hat, war die Tatsache, dass auf und um den Weihnachtsmarkt extrem viele Deutsche rumgelaufen sind.
Als wenn uns der Weihnachtsmarktstress zu Hause nicht reicht...Nein hier in den USA brauchen wir das auch!
Es war aber auch echt witzig, denn als wir so durch eine große Shoppingmeile spazierten, hörten wir auf einmal so im Vorbeigehen, dass jemand deutsch redete. Wir mussten natürlich lachen, weil wir dachten, was ist das denn bitte für ein Zufall. Doch dann hörten wir direkt hinter uns wie eine Frau völlig aufgeregt sagte: "Schatz, haste das gehört? Das waren auch Deutsche!" Wir drehten uns völlig verdutzt zu dem älteren Pärchen um, grinsten sie ganz breit an und sagten: "Ja und wir auch!"
Unsere finnische Freundin meinte dazu nur trocken: "Ihr Deutschen seid auch wirklich überall."

So ging der Samstag dann vorbei und der Sonntag kam. Und wieder gings nach Downtown shopppen! Diesmal wieder mit einem anderen deutschen Au-Pair.
Der Plan war erst noch ein wenig Weihnachtsshopping zu betreiben und dann mit dem Zug zu ihr zu fahren und von dort aus dann weiter zu unserem Clustermeeting.

- Ich sollte vielleicht kurz erklären, was ein Clustermeeting ist. Also es gibt in ganz Amerika über 180 festgelegte Bezirke in denen Au-Pairs leben. Jeder Bezirk oder auch Cluster hat einen Betreuer, den Community Counselor (CC), der sich um die in seinem Bereich lebenden Au-Pairs und ihre Gastfamilien kümmert. Der CC fungiert im Allgemeinen als Mittler zwischen Gastfamilie und Au-Pair und ist Ansprechpartner für alle Probleme. Eine Aufgabe des CC ist es jeden Monat zwei, drei Angebote für die Au-Pairs zu machen, damit man sich in einer großen Gruppe treffen und austauschen kann. Das sind dann die sog. Clustermeetings. Und zu so einem wollten wir am Sonntagabend fahren. Eine Weihnachtsfeier im Haus unserer CC: -

Nun ja, so war zumindest der Plan. Leider verpassten wir unseren Zug, nachdem wir wie die Bekloppten 20 Minuten durch die Straßen gerannt waren (und mit gerannt, meine ich auch gerannt!), schön mit unseren Victoria's Secret - Shoppingtüten unter den Armen. Sah bestimmt auch gar nicht bescheuert aus :D Wir hatten einfach die Zeit beim Sightseeing und Shopping vergessen. Aber mal ganz ehrlich, bei einer so schönen Stadt wie Chicago muss man sich auch die Zeit nehmen, um alles zu sehen.

Mitten drin! Eislaufbahn am Millennium Park Chicago Theatre Chicago Theatre Chicago Bean - Skyline spiegelt sich

Chicago Bean - Millennium Park spiegelt sich

- Mir wurde von den anderen Mädels erzählt, dass es Glück bringen soll, wenn man unter der Bean durchgeht und seinen Fingerabdruck darauf hinterlässt. Ich weiß nicht, ob ich an sowas glaube oder nicht, aber man weiß ja nie! Hab danach trotzdem schön erstmal 2 min und mit doppelter Portion Seife die Hände gewaschen, man weiß ja nie! :P -

Zurück zum Clustermeeting: Wir kamen mal ganz bescheidene 2 Stunden zu spät, aber das schien keinen zu stören außer uns selbst natürlich.
Es war dann aber doch noch ein echt guter Abend mit Wichteln, Leckereien aus aller Welt und heißer Schokolade.
Außerdem habe ich viele neue Bekannschaften gemacht und kenne nun schon wirklich viele Mädchen, die auch teilweise in meiner unmittelbaren Nähe wohnen.

Das letzte Mal hab ich ja zwei Sachen aufgezählt, die mich echt stören hier. Jetzt mal zwei Sachen, die echt besser sind als in Deutschland:

1. Der Service beim Einkaufen ist wirklich klasse! Egal wo man einkauft (normaler Supermarkt, Desingerladen usw.) werden die eingekauften Waren an der Kasse von einem Mitarbeiter eingepackt. Besonders entspannend ist das natürlich, wenn man so einen riesen Einkauf hat. Jeder kennt das doch: Man geht zum wöchentlichen Großeinkauf und kommt mit knüppelvollem Wagen zur Kasse. Man packt den ganzen Kram auf das Laufband und hechtet nach vorne, um dort alles schnellst möglich wieder in den Wagen oder die Tasche zu befördern. Aber man kann einfach nicht schnell genung einpacken, wie die Kassierern abscannt und wenn man bezahlen will, liegt der halbe Einkauf noch vor einem auf dem Laufband. Hinter sich sieht man nur die genervten Leute, die nach einem an der Kasse stehen und man steht voll unter Stress.
In Amerika ist das alles ganz entspannd, denn man muss nur den Einkauf aufs Band bringen, am anderen Ende wird er schon wieder in Tüten gepackt und man hat keinen Stress.
Man muss hier auch nicht für die Einkaufswagen bezahlen, also eine Münze reinstecken oder so, man lässt den Wagen einfach am Parkplatz stehen und er wird von einem kompetente Mitarbeiter ;) wieder eingesammelt.

2. Egal, wo man hinkommt, überall sind die Leute super nett und entspannt. Die Bahn fährt nicht wegen einer Baustelle? Kein Gemecker. Dann steigen wir halt aus und gehen zu Fuß.
Du verstehst die Frage eines Kellners im Restaurant nach 5maligen Fragen immer noch nicht, weil dein Englisch einfach so schlecht oder sein Dialekt einfach zu krass ist? Kein Ding. Dann holen wir eben einen Stift und Zettel und schreiben oder malen es auf. Zur Not kann mans ja auch noch ganz Waldorfschule-mäßig tanzen :D

Und zum Abschluss noch eine kleiner Anekdote darüber, was die Amis so von uns denken:
Ich habe hier eine echte Amerikanerin kennen gelernt. Sie ist so alt wie ich, geht ins College, ist kein Au-Pair und lebt in meiner Nachbarschaft. Wir verstehen uns echt super.
Sie hat mir auch gleich ganz stolz erzählt, dass ihre Großeltern ja Deutsche wären (aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie damit meint, dass sie in Deutschland geboren wurden und dann ausgewandert sind oder einfach nur deutsche Wurzeln haben - denn die Amis sagen manchmal von sich, sie seien deutsch, nur weil ihre Urururururgroßeltern aus Deutschland stammen, oder so) Wie auch immer, jedenfalls meinte sie, ihre Oma würde immer original dutch/german pancakes (also Pfannkuchen) machen. Weil ich keinen Unterschied zwischen den deutschen und amerikanischen Pfannkuchen festgestellt hatte, bat ich sie mir ein Bild zu zeigen. Und entweder habe ich noch nie einen deutschen Pfannkuchen gegessen oder ich habe nie in Deutschland gelebt.
Denn was sie mir zeigte, waren definitiv nicht die deutschen Pfannkuchen, die ich aus meiner Kindheit kenne.

Das ist ein "angeblich" deutscher Pfannkuchen. :D
Sie war aber auch völlig bestürtzt darüber, dass ich nicht wusste, was das war, denn sie war immer davon ausgegangen, dass wir in Deutschland unsere Pfannkuchen nur so essen.
Ich glaube, ich habe ihre Welt zestört :D

So das war's erstmal wieder von mir.
Bis denne ;)

Und sie träumt von Chicago, von Chicago - Irgendwo wo sie keiner kennt!

03Dez2015

Alsooooo erstmal vorneweg: Es tut mir so leid. Ich will eigentlich versuchen jedes Wochenende einen Eintrag zu machen, aber die erste Woche war so chaotisch und anstrengend, dass ich es einfach verpeilt habe. Ich werde aber versuchen, es so regelmäßig wie möglich zu updaten.

Am Donnerstag vor zwei Wochen war ich so angespannt und nervös wie, glaube ich, selten in meinem Leben. Denn es war der Tag an dem wir zu unseren Gastfamilien weiterreisten.
Für mich hieß das, ein weiterer ca. 3 stündiger Flug von NYC nach Chicago.
Am Flughafen mussten wir (es reiste zum Glück ein Mädchen mit mir) den ganzen Prozess der völlig übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen, von dem ich bei meiner Einreise verschont geblieben war, über uns ergehen lassen. Wir mussten all unsere Jacken - und ich sogar meinen Langarmpulli - und unsere Schuhe ausziehen. Es war echt so unnötig, aber naja. Als wir das dann endlich geschafft hatten, durften wir feststellen, dass unser Flug auf Grund von schlechten Wetterverhältnissen bis zu 1 Stunde Verspätung hat. Juhu! Doch schließlich schafften wir es doch noch in unseren Flieger.
Eine Sache, die uns sehr verwirrt und gestört hat, war, dass wir unsere Handgepäckskoffer beim Boarding abgeben mussten, weil nicht genug Stauraum im Passagierbereich vorhanden sei. Wer baut denn bitte ein Flugzeug für 250 Passagiere, wo aber nur Handgepäckstauraum für 100 Gepäckstücke vorhanden ist?? - Einfache Antwort: Die Amis! :D

Aber wie gesagt, irgendwann saßen wir dann im Flieger und steurten über den Luftraum von Kanada und den Lake Michigan auf Chicago zu. Es war einfach wunderschön, die beleuchtete Stadt am See aus der Vogelperspektive zu sehen!

Chicago Skyline at night


Am Flughafen wurde ich dann von meinem Gastvater abgeholt und wir fuhren ca. 20 Minuten bis zu meinem "Neuen zu Hause für ein Jahr".
Die Nachbarschaft in der ich jetzt wohne, sieht aus als wäre man gradewegs in einen Hollywoodfilm reingefallen. Es ist so lustig, weil es irgendwie genau so ist, wie man es sich vorstellt, wenn man amerikanische Filme sieht.
Da es schon sehr spät war bei unserer Ankunft, lernte ich den Rest der Familie erst am nächsten Morgen kennen.

Ich werde in diesem Blog nichts Genaueres über meine Gastfamilie schreiben! Einfach um ihre Privatsphäre zu respektieren und zu schützen.
Aber ich kann sagen, dass sie alle echt lieb und nett sind und ich mich im Großen und Ganzen hier schonmal recht wohlfühle.

Es hat sich für mich tatsächlich schwieriger dargestellt als ich es mir vorgestellt hatte. Ich denke, dass ich im Moment voll den Kulturschock erleide, was leider zu extremen Stimmungsschwankungen führt - von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.
Ich kann es nicht anders beschreiben, als dass ich im einen Augenblick total föhlich und glücklich bin und wirklich alles ist so perfekt und dann keine 5 Minuten später und ohne dass irgendwas passiert wäre, bin ich super traurig und möchte einfach nur wieder weg.
Aber es wurde uns vorher ja gesagt: Es ist ein Rollercoaster.
Nur dass der alle 5 Minuten eine neue Fahrt startet, wurde uns nicht gesagt :D
Ich denke, ich werde kommendes Wochenden einen Beitrag über meine ersten genaueren Eindrücke von Amerika schreiben, aber für jetzt etwas mehr zu meiner ersten Woche in einem fremden Haus und mit dem Gedanken jetzt ein Jahr dort zu leben.
Ich habe mich nach diesen 2 Wochen schon besser an alles gewöhnen können, aber es gibt natürlich echt ein paar Sachen, an die ich mich defintiv nie gewöhnen werde!

Hier mal die 2 nervigsten Dinge:

1. Die Duschen und Toiletten sind echt richtig bescheiden. Also was ich bis jetzt so im Hotel und in meinem "neuen" Bad gesehen habe: Es ist echt gewöhnungsbedürftig. Die Klos sind immer halb gefüllt mit Wasser und die Duschen haben keine abnehmbaren Duschköpfe und sind eigentlich auch eher zur Dusche umfunktionierte Badewannen.

2. Das Essen/Trinken ist echt nicht so pralle (also das selbst kochen ist generell hier sehr anders, aber die Restaurants sind geil). Ich hatte vorher voll Angst, weil ich immer gehört habe, dass Leute die ein Jahr in Amerika waren, zugenommen haben. Ich hab in den ersten 2 1/2 Wochen (mit Orientation Days) schon fast 2 Kilo verloren. Am schlimmsten sind für mich das vollkommen ungenießbare "Brot" - es ist eigentlich mehr wie ein Vollkorntoast und kein wirkliches Brot - und das kohlensäurelose Wasser. Man kann hier wohl auch welches kaufen, ich hab aber bisher vergeblich in den Supermärkten danach gesucht.

Aber natürlich gibt es auch viel Gutes und noch mehr Verrücktes über die USA zu erzählen - zum Beispiel die gigantisch verführerische Kuchenabeilung in einem der riesen Supermärkte. Wirklich das ist eigentlich eine kleine Konditorei und es ist soooooooo lecker ;)

Treats! - Kleine Küchlein *.*

Über die Thanksgiving Holidays hat meine Familie mich dann mal so ein bisschen rumgefahren und mir die Gegend (auch Downtown Chicago) gezeigt. Was soll ich sagen, es ist einfach atemberaubend schön hier! An jeder Ecke gibt es was zu sehen (vor allem freu ich mich schon auf`s Shoppen) und die Weihnachtsdekoration übertrifft wirklich alles, was mich je gesehen habe. Einfach richtig genial übertrieben und eigentlich immer einen Hauch zu viel. Aber besser zu viel, als zu wenig. - Oder wie geht der Spruch? :D

Kirchinnenhof in Chicago

Und Thanksgiving an sich ist auch mal ein Erlebnis wert gewesen. Leider war dieses Jahr bei meiner Familie nicht so viel los wie eigentlich sonst üblich, aber es war trotzdem mit Turkey und Pumpkin Pie und allem drum und dran! Der Turkey war sowas von riesig und mein Gastvater meinte nur, dass das im Verhältnis zu anderen Jahren ein echt kleiner Turkey ist! :D Ich hab mich da gefragt, was das dann für ein Tier gewesen sein muss? Vielleicht war`s ja ein Strauß in Turkey-Verkleidung...

Thanksgiving Dinner

Aber naja! Meine erste Woche war zwar super anstrengend, auch mit dem ständigen Übersetzten, das schlaucht richtig, aber so langsam gewöhne ich mich gut ein.
Ich habe jetzt auch schon ein paar andere Au-Pairs getroffen, die wirklich auch ausnahmslos super nett sind und mit denen ich bestimmt ein klasse Jahr haben kann.

Mehr gibt`s dann voraussichtlich am Samstag.

See you!