Ich will 'nen Cowboy als Mann!

29Juli2016

Melde mich zurück aus dem besten aller Urlaube!

Das Reisen mit meiner Gastfamilie war toll gewesen, nach D.C. zu fliegen mega schön, die Wochenenden an den Niagarafällen und dem Haus am See haben einfach nur Spaß gemacht, die Yellowstone Tour war atemberaubend schön, aber nichts und ich sage wirklich rein gar nichts, war schöner als die Woche, die ich mitten in den Rocky Mountains auf der Badger Creek Ranch in Canõn City, Colorado, verbracht habe.
Dass die Meinungen, wie man einen schönen Urlaub verbringen kann, auseinander gehen, verstehe ich. Ich weiß auch, dass viele Leute diesen Urlaub wahrscheinlich total langweilig oder doof gefunden hätten und sagen, man ist die doof auf so eine Duderanch zu fahren, wo sie doch in Miami am Strand liegen könnte. 
Und ich bin heute so froh, dass ich nicht in Miami am Strand lag, sondern diese tolle Erfahrung aus Colorado mitgenommen habe, denn so viel habe ich für mich festgestellt, ich hätte nirgendwo anderes eine perfektere oder schönere Zeit haben können.

Die Ranch liegt ca. auf 2000m inmitten der Rocky Mountains. Um die Ranchgebäude herum ist nichts als weites Land und endlose Grasfläche. 
Die Fahrt nach dort oben war super lang, bestimmt 3 Stunden von der nächsten Stadt entfernt immer den Berg hoch. 
Die Aussicht war dafür natürlich einzigartig und wunderschön. Ich war anfangs etwas beunruhigt, weil ich so ganz alleine fuhr und eine Woche lang dort alleine sein würde, aber schon im Auto, das mich vom Flughafen abholte, wurde ich beruhigt. Denn dies sind die wohl nettesten, liebsten und lässigsten Menschen, die ich je getroffen habe. 
Zwei Ehepaare in den späten 40-ern betreiben die Ranch, die neben dem Touristengeschäft auch noch Rinder züchten, wie richtige Cowboys eben. Am Flughafen lernte ich Crissy kennen, die mir gleich alles erzählte, was in den nächsten Tagen so anstand und wie das Leben auf der Ranch so abläuft. Angekommen auf der Ranch traf ich dann auch Natalie und Brian, die auch einen super netten ersten Eindruck machten und  Amy, die als Auszubildende auf der Ranch arbeitet und in meinem Alter ist, was mich sehr freute, denn dann war ich nicht ganz so alleine und wir verstanden uns auch auf Anhieb super. 
Zuerst bezog ich mein Zimmer, das superschön im Westernstil eingerichtet war und bin dann auf Erkundungstour in der Umgebung gegangen. Ich habe in diesem Urlaub echt meine Freude am Wandern entdeckt, obwohl es auch echt ansregend war bei der Höhenlage und den heißen Temparaturen. 

Wunderbare Aussicht Mal keine roten Blüten Wildblumen Die Ranch aus der Ferne So friedlich

Dann war es auch schon Zeit fürs Abendessen. Die Mahlzeiten fanden immer im Haupthaus statt, in dem auch Brian, Natalie, Crissy und ihr Mann (den ich leider nicht kennengelernt habe) und Amy wohnen.
Es war immer ein gemütliches Beisammensein und ich hatte nicht einmal das Gefühl allein zu sein oder nicht erwünscht zu sein. Ich fühlte mich so wohl, denn alle behandelten mich mehr wie ein Familienmitglied das zu Besuch da ist als eine komplett Fremde. Das fand ich super schön. Und ich denke nach diesem Urlaub an diese Menschen auch wirklich mehr wie an Familie. Ich glaube es tat mir auch einfach gut, dass sie so anders waren als meine Gastfamilie, denn während des Sommers gab es bei uns immer öfter mal Stress über alles Mögliche und ich fand es so toll, dass ich hier bei den Ranchern einfach so genommen wurde, wie ich bin.
Mir wurde noch angekündigt, dass am nächsten Tag ein junges Pärchen ankommen würde, und wie sich herausstellen sollte, würde ich zwei neue wirklich gute Freunde kennenlernen.

Meine Unterkunft! Die Hühner waren wirklich manchmal zum Tod lachen Badger Creek Ranch

Aber erst einmal gings am Morgen für mich in den Sattel. Ich hatte schon ein wenig Bange, denn ich bin zwar vorher schon geritten, aber das war auch Jahre her und ich wusste auch, das Westernreiten nochmal ganz anders ist. Zum Glück hatte man mir das von der Körpergröße kleinste Pferd an die Hand gegeben, Tilo. Zu meinem Pech hielt Tilo einen morgendlichen Ausritt für unnötig und er bewegte sich erstmal keinen Zentimeter. Nachdem wir fast eine Stunde gebraucht hatten um Tilo vielleicht 20 Schritte vorwärts zu bekommen und mir schon jetzt alles wehtat, weil ich ihn ja antreiben sollte mit meinen Unterschenkel, gaben wir es auf und ich bekam ein anderes Pferd. Spike war leider ein gutes Stück größer als Tilo und ich hatte echte Bedenken, wie ich rein technisch auf dieses Pferd aufsteigen soll, aber mit jedem Tag wurde es besser und besser.
Bei Spike hatte ich dann sofort das Gefühl, das die Chemie zwischen und stimmte und er nicht so störrisch ist wie Tilo. 

Mein Pferdchen Spike

Also unternahmen wir einen kurzen Ritt zum Buffalo Rock, ein Felsen, der aussieht wie ein Bisonkopf, das war abgefahren, und zur Opalmiene, wo wir tatsächlich ein paar Opale faden, die sich jetzt sicher in meiner Schmuckchachtel befinden. Wir trafen sogar auf ein paar Rinder. Amy gab mir eine kurze Einführung in das Rider treiben und dann haben wir es ausprobiert. Das gab mir dann wirklich das Gefühl als wäre ich ein echtes Cowgrils, vor allem als die Rinder sich tatsächlich in die Richtung bewegten, die ich ihnen vorgab.
Obwohl ich sagen muss, dass ich den Muskelkater erst so die letzten zwei Tage zu spüren bekam, waren die Stunden im Sattel doch echt anstrengend, wenn man es nicht gewohnt ist.

Ausritt durch die Prärie Rinder treibenArbeit getan für heuteGemächlicher Ritt durch die BergeHat sich die Kuh etwa verlaufen?Buffalo Rock

Da ja jetzt auch das Pärchen, Kelly und Mike, da waren konnten wir alle zusammen einen längeren Tagesritt machen. Zu unser aller Vergnügen bekam Kelly, die am liebsten immer ganz an der Spitze voran galoppiert wäre, den immer noch sehr bewegungsträgen Tilo. Er bewegte sich jetzt zwar vorwärts, aber in einem Tempo, das man meinen könnte, er wäre selbst schon eingeschlafen.
Aufregender als Tilos Tempo war unser Ziel: alte Indianerhöhlen. Wir ritten fast 4 oder 5 Stunden bis wir sie erreicht hatten und machten dort Mittagspause. 
Während die anderen sich im Gras ausruhten und das Wetter und die Aussicht genoßen, konnten Mike und ich uns einfach nicht mehr einkriegen. Wir waren wie kleine Kinder, die den tollsten Abenteuerspielplatz der Welt entdeckt hatten und hätten am liebsten jede einzelne Höhle bis in die letzte Ecke erforscht. 
Wir fanden sogar ein paar alte Indianerzeichnungen tief in einer der Höhlen (leider ist die Bildqualität so schlecht, das ich keine brauchbaren Bilder davon habe). Als wir dann jedoch in einer Höhle Bären oder Puma spuren fanden, verging uns die Lust am Erforschen ein bisschen und wir machten uns wieder auf den Rückweg zur Ranch.

Mittagspause auf Cowboy Art Höhlenforscher Höhlen erkunden macht Spaß Tagesausflug zu Indianerhölen

Am nächsten Tag gab es einen weiteren Tagesritt. Diesmal sollte es auf die Suche nach der Hauptrinderherde gehen, um zu sehen, ob alles okay ist. Wir ritten beinahe 5 Stunden, als sich über uns ein Gewitter zusammen braute. Wir waren also oben auf einem Berg, ohne jeglichen Schutz, Meilen von der Ranch entfernt und auf Pferden (die ja nicht grade die ruhigsten Tiere sein können, wenn es um Sachen wie laute donnernde Gewitter geht). Super! Uns drei "Besucher" packte ein wenig die Panik, aber als wir sahen, dass unsere Begleiter und Vollzeit-Cowboys ruhig blieben, beruhigte uns das ein wenig.
Wir ritten also schnellstmöglich weg von dem Gewitter, immer gegen den Wind und suchten in einem Tal Unterschlupf in einer kleinen Baumgruppe. Zu diesem Zeitpunkt waren wir alle aber auch schon nass bis auf die Haut und es fing zu allem Überfluss auch noch an zu Hageln.
Während das Gewitter nun in vollem Ausmaß über uns tobte, standen wir eng beieinander an unsere Pferde gekuschelt und aßen unser Mittagessen.

Die Todeswolke! Nächster Tagesritt Vom Gewitter überrascht alles nass!

Als endlich wieder die Sonne rauskam, machten wir uns auf den Rückweg. Und dann fanden wir doch noch die Herden nach der wir gesucht hatten. Glück im Unglück, sozusagen.
Heil wieder bei der Ranch angekommen, machten wir uns alle frisch und fuhren dann runter in die Bergstadt Salida.
Meine Fresse ist das eine schöne Stadt! Da würde ich gerne wohnen, das war wirklich wunderwunderschön. Erst sind wir ein bisschen durch die belebten Straßen gelaufen und dann haben wir ein Countrymusik-Konzert der Band "The Trishas" vesucht, die wirklich gut waren. Die richtige Musik zu dieser ganzen Western-Atmosphäre.
Nach dem Konzert haben wir sogar noch ein Foto mit dem Trishas machen können. Das waren echt super nette Mädels.

Hahahaha! Achtung schreckhafte Eiscreme The Trishas

Am letzten Tag sind Kelly, Mike und ich noch, bevor es zum Flughafen ging, in einen Canyon gefahren und ein bisschen gewandert. So war es wirklich der perfekte Abschluss für einen perfekten Urlaub. Und dennoch war ich glaube niemals zuvor so traurig, dass ein Urlaub zu Ende war. Vor allem weil nach diesen ganzen aufregenden letzten Tagen in Chicago alles sehr langweilig und eintönig sein würde. 
Und ich vermisse definitiv die Berge sehr! Und meinen treuen Spike! 

Wandern durch den Canyon Nach ganz oben geklettert Kleiner Wasserfall Wo bin ich? Am Fluss im Tal des Canyons

 

Ich werde diese wundervollen Menschen nie vergessen und wir planen irgendwann einmal ein Wiedersehen!

Eigentlich schon fast Familie - meine Reisefamilie

 

Make something out of nothing
Temporary restoration
An original creation,
A deadringer for the real thing

High, wide and handsome
Taking pennies from a jar
In interesting conditions, you discover who you really are
Who you really are

Turn an old wagon wheel into a chandelier hanging from a ceiling
Move the mirror from the chifforobe into the hall where it’s more appealing
It’s the lack of creature comforts that make you pay a little bit more attention

Yes indeed, necessity is the mother of invention
Yes indeed, necessity is the mother of invention

Conjure up a mannerism
Like planting flowers in the tires
Jump off the bandwagon
Tendencies that only you’d admire

It’s the best of indecisions

When you have to re-create
It’s the worst of any visions
When there’s chances that you don’t take
That you don’t take

Turn an old wagon wheel into a chandelier hanging from a ceiling
Move the mirror from the chifforobe into the hall where it’s more appealing
It’s the lack of creature comforts that make you pay a little bit more attention

Yes indeed, necessity is the mother of invention
Yes indeed, necessity is the mother of invention

Turn an old wagon wheel into a chandelier hanging from a ceiling
Move the mirror from the chifforobe into the hall where it’s more appealing
It’s the lack of creature comforts that make you pay a little bit more attention

Yes indeed, necessity is the mother of invention
Yes indeed, necessity is the mother of invention
Yes indeed, necessity is the mother of invention

The Trishas - Mother of Invention

Ein Traum wird wahr! - Auf zum Yellowstone National Park

22Juli2016

Nach einem entspannenden Wochenende am See ging es für mich einige Tage später auch schon weiter.
Und zwar zum Yellowstone National Park. Das war ein Ort den ich unbedingt hatte sehen wollen!

Ich unternahm diesen Trip mit einem anderen Au-Pair. Erstmal flogen wir nach Denver, Colorado, wo wir uns mit unserem Reisegruppe trafen. 95% davon Chinesen... Yeah, dachte ich und es war machmal echt gruselig mit denen, denn die fotografieren wirklich alles! Jeden noch so unwichtigen, hässlichen Stein...Und dann lächeln die noch nicht mal auf den Bildern. Das war glaube, das was mich am meisten gestört hat. Die sehen immer so toternst aus. 
Ich habe auch in dieser Woche in so vielen chinesischen Restaurants gegessenwie nie zuvor in meinem Leben.
Aber wir waren ja nicht auf dieser Tour, um Freunde fürs Leben zu finden oder wegen dem Essen. Wir wollten den Mittleren Westen Amerikas erkunden!

Und es fing gleich in Denver an. Erst sind wir ein bisschen in der Stadt rumgelaufen, die wirklich schön ist und wie ich finde doch ein wenig mehr europäisch wirkt als amerikansich, und danach zu den Red Rocks gefahren, die etwa 1 Stunde von Denver entfernt liegen. Da bekam man gleich am Anfang das Wild-West-Feeling.

Denver Wandbemalung Indianer erlegt Büffel Statue in DenverIn Denver - Ja das ist eine Kuppe aus Gold! Red Rock Mit Blick auf Denver Wirklich rot! Mit Blick auf Denver Hammer Sicht Panorama Westmann Statue bei den Red Rocks

Weiter gings Stunde um Stunde entlang an den Rocky Mountains und durch die Prarie. Nebenbei lief im Bus "Der mit dem Wolf tanzt", weil wir grade durch die Gegend fuhren, in der der Film gedreht wurde. Aber ich schaute mir lieber die am Fenster vorbeifliegende Landschaft an, die mich irgendwie in ihren Bann geschlossen hatte. Auch wenn es nichts wirklich besonderes zu sehen war, es faszinierte mich einfach das es, so weit man sehen konnte, eunberührte Natur war. Man sah kaum Häuser geschweige denn richtige Städte. Es war einfach ein offenes weites Land und hat mir unheimlich gut gefallen.

Unser nächster Stop war das "Crazy Horse Memorial". Eine von Native Americans errichtete Gedenkstätte an ihren größten Kämpfer im Indianerkrieg, Crazy Horse. Die Amerikaner errichteten Mount Rushmore und da dachten sich die Einheimischen, was die können, können wir auch! Also fingen sie an diesen riesigen Felsen zu bearbeiten. Ich muss sagen, dass ich echt enttäuschend überrascht wurde, als wir dort ankamen und grade mal das Gesicht von dem Typ fertig ist. Andererseits auch verständlich, denn nur Native Americans ist es gestattet an dem Denkmal zu arbeiten und sie wollen keine Hilfe von Außenstehenden, dadurch dauert das jetzt schon fast 100 Jahre oder so.
Ich würde gerne sehen, wie es später aussieht, aber wahrscheinlich bin ich zur Zeit der Fertigstellung nicht mehr am Leben.

Noch viiiiiiel zu tun! Crazy Horse - Wie es später aussehen soll Fands schade dass man nicht näher ran konnte Nature Gate - gebaut von Native Americans

Vom "Crazy Horse" war es nur eine kurze Fahrt bis zum Mount Rushmore, der mich nun, nach dem enttäuschenden "Crazy Horse", wirklich beeindruckte. Und dank meiner guten Kamera konnte ich sogar wirklich coole Fotos im Zoom machen. In Stein verewigt sind hier die U.S. Präsidenten (von links nach rechts) George Washington (1.U.S. Präsident), Thomas Jefferson (3.), Theodore Roosevelt (26.) und Abraham Lincoln (16.).

Mount Rushmore Faszinierende Kunst

Dann hielten wir auch noch beim Devils Tower an, um dessen ungewöhnliche Erscheinung viele Legenden ranken und der vor allem bei Profi-Kletterern sehr beliebt ist. Um ganz ehrlich zu sein, ich finde er sieht wirklich ein bisschen gruselig aus ins Besondere so von weiter weg :D

Devils Tower aus der Ferne Am Devils Tower Devils Tower - Teufelsberg

Und dann nach einer langen Reise kamen wir endlich am Ziel an: Yellowstone National Park
Wir sind durch den östlichen Eingang reingefahren und dann zum nördlichen wieder raus. Haben dort eine Nacht übernachtet und sind dann vom Norden durch den westlichen Teil zum Südtor wieder hinaus. 

Am nördlichen Zugang Nördliches Eingangstor

Ich werde euch jetzt einfach mit sehr vielen Bildern vollknallen, weil es einfach so viel zu sehen gab und es wirklich auch an jeder Ecke anders aussah. Man schaut grade noch aus dem Fenster und es ist grüner dichter Wald mit Bergen zu sehen und im nächsten Moment ist da eine mit grasenden Bisons bevölkerte flache Prärielandschaft. Es war atemberaubend und noch viel schöner als ich es mir vorgestellt hatte. 
Zuerst umfuhren wir ein wening den Yellowstone Lake, der wirklich erstaundlich groß war. Da wurde mir erstmal bewusst wie riesig der Park wirklich sein musste...

Yellowstone Lake Am Yellowstone Lake Yellowstone Lake

Dann besuchten wir diverse heiße Quellen und so harmlos es auch scheinen mag auf den Bildern, oder auch als wir dort waren, es ist mega gefährlich. Diese Quellen sind bis zu 60/70 Grad Celsius heiß und der Boden ist so instabil, dass es lebensgefährlich ist den Pfad oder Steg zu verlassen, die dort angelegt sind.Und tatsächlich wurde uns dort vorort gesagt, dass 5 Wochen zuvor an eben jener Stelle wo wir jetzt stehen, ein 23-Jähriger ums Leben gekommen ist, weil er in eine Quelle hineinfiel. Da schluckt man dann erstmal und achtet wirklich sorgsam darauf nicht irgendwo falsches hinzutreten. Denn noch war die Landschaft mega schön und es wirkte so friedlich. Ich glaube, das ist auch der Grund warum es dort so viele Unfälle gibt, weil man sich der Gefahr nicht wirklich bewusst wird und sie unterstätzt. Auch die Quellen waren mit klarsten Wasser gefüllt und man konnte bis auf den Grund sehen bzw. man sah nur ein tiefes Loch weit in den Boden reichen.

Hot Springs - heiße Quellen An den Hot Springs An einer heißen Quelle - nur nicht reinfallen Mammoth Hot Springs Natürliches Thermometer Hot Spring Bestes Shirt Wasser bis zu 90 Grad Celsius heiß  Schöne aber gefährliche Landschaft Dabei sieht es so harmlos aus Pano

Heißes Wasser fließt in kalten Fluss dampfend heiß Und noch eine heiße Quelle Diese Farben!! Eins meiner Lieblingsbilder! Wortwörtlich

Die nächsten heißen Quellen, die wir besuchten, lagen bei dem Drachenmaul. Eine Quelle, die ihren Namen vor allem dem bestialischen Gestank verdankt aber auch das Geräusch, dass das kochende Wasser macht klang wie das Grollen eines Drachens und der Rauch, der aus der Höhle kam, könnte Drachenatem sein. So cool es auch aussah mit der Geschichte dazu, ich war froh als wir da wieder weg konnten, denn es hat wirklich einfach nur ekelhaft gestunken!

Büffelspuren in der heißen Quelle Auf dem Weg zum Drachenmaul Es hat gestunken! Schlammige heiße Quelle - die anderen sind schöner :D Drachenmaulquelle - Schild Das Drachenmaul - Ursache des Gestanks

Nahe dieser Quelle sahen wir auch die ersten Wildtiere des Parks. Amerikanische Bisons. Eine riesige Herde, sogar mit kleinen Kälbern, graste auf der anderen Seite eines Flusses und als wir den Pfad zurück zu unseren Bus entlang gingen, lag da keine 20m entfernt ein Bisonbulle. Wir waren etwas beunruhigt, weil uns Ranger am Eingang deutlich zu verstehen gegeben haben, dass Yellowstone kein Zoo, insbesondere kein Streichelzoo (!), ist und wir den Sicherheitsabstand zu den Tieren unter allen Umständen einheilten sollten. Denn es ist letztendlich Wildnis in der wir uns befinden, auch wenn die vielen Touristen und angelegten Pfade uns das vergessen lassen.
Wir also mit deutlichem Respekt und klopfenden Herzen ganz leise an diesem Büffel  vorbei und haben dabei ein paar echt geniale Bilder bekommen, aber den Sicherheitsabstand haben wir nicht eingehalten. Oops!

Büffelherde mit Kälbern ausversehen zu nah rangezoomt :D Büffel an einer heißen (und dampfenden) Quelle Einfach auf der anderen Seite vom Fluss Büffel beobachten! Die Buddys waren so 30m entfernt von uns Er pennt da einfach - ca. 20m entfernt von uns Was ein cooles Tier Ganz schön nah am Bison dran

Einer unserer Stops war auch der "Great Canyon of the Yellowstone". Einer der wohl schönsten Canyon! Mit einem Wasserfall, den "Lower Falls", der aus dem Yellowstone River in das Tal fließt. Es sah einfach aus wie eine Postkarte. Und auch hier wieder die Warung, das man bitte nicht in den Canyon stürtzen soll, weil es lebensgefährlich ist! 
Danke für den Tipp, hätte ich jetzt nicht gedacht! :D
Die Aussicht auf den Canyon war eine der besten, die ich je hatte!

Yellowstone River Erster Blick in den CanyonGrand Canyon of the Yellowstone Wie eine Postkarte! Lower Falls Great Canyon of the Yellowstone again Lower Falls *.*  Lower Falls vom Aussichtspunkt Tattoo an den Lower Falls

Mit Zeitdruck hasteten wir vom Canyon zum Old Faithful Geysir. Old Faithful bedeutet so viel wie der Wahreitsgetreue, denn dieser Geysir sprüht sein heißes Wasser pünktlich im 90-Minuten-Takt 30m in den Himmel (plus/minus 10 Minuten) und er war noch nie unpunktlich oder hat einmal ausgesetzt. Wir mussten also auch pünktlich sein und zum Glück nahm Old Faithful sein 20-minütiges Zeitfenster auch voll in Anspruch, sodass wir schon fast daran zweifelten, den Ausbruch des Geysirs überhaupt zu sehen.
Der Ausbruch an sich dauerte ca. 5 Minuten und wir konnten die Wärme des Wassers spüren, das vom Wind zu uns erüber geweht wurde. Es war lauwarm und das obwohl wir so weit entfernt saßen. Wie heiß muss da erst das Wasser sein, das direkt aus dem Geysir kommt?
Danach haben wir uns noch in dem berühmten und uralten (und ich glaube auch einzigem) Hotel im Yellowstone umgesehen, dem Old Faithful Inn. Ich will gar nicht wissen, wie viel es kostet da zu übernachten, wenn man quasi Old Faithful von seinem Zimmerfenster aus bei einem Ausbruch beobachten kann.

Geysir Old Faithful Old Faithful Inn Die chillen vor dem HotelSchön für die Kamera posen

Ein weiter Halt war das von einem Erdbeben ürbig gebliebene Vulkangestein. 
Die Farben waren irre. Weiß und Orange. Und es war nicht wie ich zuerst dachte, Salzgestein oder so. Und das Wasser, das durch den Felsen fliest, färbt den weißen Stein rötlich-orange.

altes Vulkangestein Dieser Farbkontrast und nein es ist kein Salz Hot Spring Cone Nochmal aus der Ferne Das Wasser färbt das Gestein braun Soooooo schön

Natürlich saßen wir viel im Bus und sind nur gefahren, aber diese Landschaften machten die Fahrt kein bisschen langweilig.

Diese Farben sind wirklich so krass - keine Filter oder so! Beste Aussicht Verschiedenste Landschaften Etwas weiter oben Prärie mit Bergen im Hintergrund Eine Gruppe Hirsche oder Elche - auch egal Die Landschaftsbilder werden einfach nie langweilig

Und dann ging es auch schon zurück. Raus aus Yellowstone und wir machten halt in seiner wirklich richtigen Cowboy-Stadt (natürlich für Touristen so angelegt, aber alt, original und sehr schön), Jackson Hole. DIe hatten da Tore, die aus hunderten von Hirschgeweihen (und keine gefakten) gemacht sind, Sah sehr cool aus aber ich fands doch leicht beklemmend. Die armen Hirsche.

Jackson Hole

Auf unserem Weg nach Salt Lake City (was unsere Endstation sein sollte) fuhren wir durch den Grand Teton National Park, der vor allem wegen seiner beeindruckenden und wunderschönen Bergkette, den Grand Teton, bekannt ist. Manche glauben auch, dass der Grand Teton als Beispiel für das Paramount Studios Symbol gedient hat, aber da bin ich mir nicht so sicher.

Grand Teton Grand Teton National Park Grand Teton National Park

Angekommen in Salt Lake City kamen wir natürlich nicht umhin uns den Great Salt Lake anzusehen, in dem wegen seines hohen Salzgehalts nur eine besondere Art von Krabben lebt, sonst nichts.

Great Salt Lake Möwe am Great Salt Lake

Da Salt Lake City ja auch die Hauptstadt von Utah ist, besuchten wir noch das Staatsgebäude, in dem sie viele interessante Sachen hatten, wie zu Beispiel original Utensilien aus Filmen die in Utah gedreht wurden usw. 

Staatshaus von Utah Jahrbuch High School Musical 3 Original Manuskript von High School Musical 3 Filme die in Utah gedreht worden Widmung von James Franco

Zu aller letzt haben wir uns dann noch den Mormonenkampus mit diversen Kathedralen und Kirchen angesehen, denn in Salt Lake City leben extrem viele Mormonen. Und die Kirchengebäude waren auch wirklich sehr schön und das sage ich, obwohl ich mich eigentlich nicht so für Architektur interessiere.

Mormonenkirche in Salt Lake City Mormonenkathedrale

Leider leider hieß das aber auch, dass unsere tolle Reise jetzt schon wieder vorbei ist. Diese eine Woche war vergangen wie im Nu! UNd mein Fazit ist, dass ich unbedingt nochmal zum Yellowstone zurückkehren werde, um dort so richtig Camping-Urlaub zu machen!
Aber erstmal gehts jetzt in Urlaubswoche Nummer 2!

Das Haus am See

16Juli2016

Endlich! Endlich! Mein Sommerurlaub war gekommen!

Ich war so aufgeregt, denn nicht nur, dass ich wieder einen neuen Teil der USA erkunden konnte, nein ich hatte auch endlich einmal eine Pause von meiner Gastfamilie. So lieb sie auch sein können, ich muss echt sagen, dass dieser Sommer an unser aller Nerven gezogen hat, weil es echt anstregenden ist die Kids non-stop den ganzen Tag zu entertainen. Ich hatte Urlaub wirklich dringen nötig.

Mein erstes Urlaubswochenende verbrachte ich in Wisconsin. Meine Freundin Ali hatte Janine und mich zu ihrem Haus am See eingeladen, Lake Koshkonong. (Klingt irgendwie mehr japanisch als amerikansich oder?)
Jedenfalls war das eines der schönsten Wochenenden in meinem Leben! Der See war einfach ein Traum und ich habe bestimmt hundert Fotos nur vom Sonnenuntergang. 
Alis Eltern und Onkel waren mit uns dort und so hatten wir die Möglichkeit auch mit dem Boot über den See zu fahren. 
Wir konnten via Bluetooth Musik über die Bootslautsprecher abspielen und richtig Party machen. Und der kühle Wind, der einem bei der Fahrt ins Gesicht blies, war genau richtig bei der Hitze und Sonne.
Und Ali fand es ganz besonders witzig mit dem Boot im High-Speed die auf dem Wasser chillenden Möwen zu jagen - mit den Jetskis fand ich das dann später auch lustig :P

Erster Ausflug mit dem Boot Beste Stimmung! So kanns sich aushalten Und noch ein Sonnenuntergang #internationalfriends Traumhaft! Boot hat für heute Pause


Das mit Abstands coolste war auch das Jetski fahren! Ich konnte einfach nicht genug davon bekommen. Die Dinger können so schnell fahren und wir haben echt coole Wendemanöver auf den Wellen hingelegt. Da kam mal wieder der Speed-Junkie in mir durch.

Jetski fahren ist hammer Mal als Beifahrer dabei Kann davon einfach nicht genug bekommen Vollgas!

Dann haben wir auch noch Tubing gemacht. Da wird ein Wassereifen mit einem langen Seil an den Jetski gebunden und eine Person legt sich auf den Reifen und lässt sich dann vom Jetski ziehen. Es war ein bissche wie Bananenboot fahren für Arme. Aber es war so lustig. Man konnte die Geschwindigkeit selbst bestimmt und natürlich musste ich es so übertreiben, dass ich in der nächsten Kurve voll runtergeschleudert wurde und noch kurz übers Wasser gehüft bin. Das tat saumäßig weh, aber das war mir in dem Moment dann auch egal. 

Tubing - das war ein Spaß

Was bei einem Sommerwochenende natürlich auch nicht fehlen darf ist Eis essen zu gehen. . . und Pokemon fangen. Hahahahaha!
Wir haben beides gemacht. Janine tat mir ein bisschen leid, weil sie sich echt auch schämte mit uns so als "Nicht-Pokemon-Go-Spielerin" :D

Erstmal Eis essen Vinne Ha Ha!

Am Abend sind wir mit dem Boot zur Mitte des Sees gefahren, um uns ein Feuerwerk anzugucken, nur irgendwie haben wir das Feuerwerk nicht so richtig gefunden :D
Und dann wurden wir auch noch von der Wasserpolizei angehalten, weil die coolen blauen Lichter, die Alis Dad an seinem Boot für viel Geld hat anbringen lassen, verboten sind, weil das Boot ja mit einem Polizeiboot verwechselt werden kann. Aber wir kamen mit einer Verwarnung davon. Puuuh! :D

Dem ist nichts mehr hinzu zufügen  Das Wochenende ausklingen lassen

An diesem Wochenende habe ich mich gefühlt, wie in einem dieser alten Tennie-Filme, wo sie Party an ihrem Haus am See machen im Sommer, oder so. Es war so ein Spaß und ich wünschte, wir hätten einfach für immer da bleiben können. 
Aber ich hatte ja noch mehr vor in den nächsten zwei Wochen...

 

 

Ein langer Roadtrip nach Connecticut und New York

15Juni2016

If I can make it there
I'll make it anywhere
It's up to you
New York, New York

New York, New York
I want to wake up
In that city that doesn't sleep
And find I'm king of the hill, top of the list
King of the heap

Frank Sinatra - New York, New York

Ungefähr so dachte ich, als ich zum zweiten Mal in diesem Jahr nach New York City kam.
Aber alles von Anfang an...

Meine Gastfamilie hatte mich an den Niagarafällen abgeholt - mit dem Auto auch eine extrem lange Fahrt von Chicago und mit Kindern auf dem Rücksitz fühlt sie sich nochmal länger an, aber wir haben es durchgestanden (also ich ja erst auf dem Rückweg...)
Nachdem wir noch einen wundervollen Tag bei den Niagarafällen verbracht hatten, fuhren wir weiter nach Connecticut, um Verwandte meiner Gasteltern zu Besuchen. Auf dem Weg dahin haben wir, wie es sich für einen Roadtrip gehört, an verschiedenen Orten Halt gemacht, um sie etwas zu erkunden. So etwa an einer überdachten Brücke aus dem 19. Jahrhundert und dem Staatsgebäude von Connecticut.

Staatsgebäude Connecticut Alte überdachte Brücke

Wie auch schon an Spring Break waren die Leute alle super nett und wir hatten riesig viel Spaß. Das Haus und Land, das den Verwandten gehört, war einfach wundervoll mit einem riesigen Garten und Teich mit Fröschen und Fischen. Abends konnte wir eine Waschbärfamilie beobachten und die Babys waren so knuffig. 

Guckst du!

Da die alte Uni meines Gastvaters, Yale University, nicht weit weg war, fuhren wir alle gemeinsam hin und er zeigte uns, wo er gewohnt hat und zu Kursen gegangen ist. 
Ich fände es so cool, wenn Unis in Deutschland auch wären wie die amerikansichen, denn man fühlt sich da einfach irre wohl. Alles ist so schön und man hat da irgendwie wirklich Lust zu studieren.

Hab mein Glück gefunden Yale University

Am Ende des Urlaubs kam dann aber der Tag auf den ich mich am meisten gefreut hatte: Unser Tagesausflug nach New York City!
Leider war ich ziemlich krank und konnte es daher nicht so ganz genießen, wie ich wollte.
Wir haben auch leider gar nicht so viel sehen können, wie wir gehofft hatten, denn der Verkehr war so schlimm, dass wir 2 Stunden länger hinbrauchten als geplant. Aber zumindest sind wir mit dem Boot zu der Freiheitsstatue gefahren, die ich ja an den Orientation Days nur von ganz weit weg gesehen hatte, und zum 9/11 Memorial. Das war irgendwie eine seltsame Atmosphäre da, aber ich finde, es ist eine schöne Gedenkstätte.
Am besten gefallen hat mir der "Tree of Life", das ist der einzige Baum, der das Unglück am 11. September überlebt hat. Er war auch mit vielen Sachen geschmückt, weil ein paar Tage zuvor erst der Anschlag in Orlando gewesen war. 

Statue of Liberty Manhatten Ellis Island Skyline Manhatten #zumglückkeinselfie Freiheitsstatue vom Festland Tree of Life 9/11 Memorial New York City

Nachdem wir in New York gewesen waren, verbrachten wir noch 2 Tage bei den Verwandten, bevor wir zurück nach Hause fuhren.

Und ich packe das jetzt einfach noch mit hier in diesen Beitrag, denn ich will das nicht unnötig in die Länge ziehen...
Zu Hause angekommen, hatten die Sommerferien begonnen, die hier sage und schreibe ganze 11 1/2 Wochen lang sind! Ich hatte so einen Horror davor, denn was soll ich bitte mit den Kids den ganzen Tag machen? Zum Glück haben wir Dauerkarten für das Freibad und letztendlich ist es nicht so schlimm, aber ich werde froh sein, wenn die Schule wieder los geht.
Jetzt aber freue ich mich erstmal auf meine 2 Wochen Sommerurlaub, die ich ganz ohne meine Gastfamilie verbringen werde.

Auf in ein Abenteuer!

An den Niagarafällen

11Juni2016

Puh. Da hab ich endlich wieder die Zeit gefunden einen neuen Eintrag zu schreiben!

Ich habe grade einen Trip zu einem der wohl aufregensten Orte in Nordamerika hinter mir. Den Niagarafällen.
Als Teil meiner Kurse, die ich ja im Frühjahr besucht hatte, gab es zum Abschluss die Reise nach Kanada (denn die kanadische Seite hat die bessere Sicht auf die Fälle).
Wir sind am Freitagmorgen ganz früh in den Bus eingestiegen und ab gings - 9 Stunden! Aber wenn man den richtigen Sitznachbar hat, sind die gar nicht so lang. Und Janine hatte vorher fleißig Cookies gebacken, also hatte ich glaube die beste Sitznachbarin aller Zeiten :)

An der kanadischen Grenze wurde es dann zum ersten Mal interessant. Die Kanadier sind in Sachen Sicherheit zwar nicht ganz so paranoid, wie die Amis, aber sie haben es wirklich geschafft unseren Bus mit 40 Au-Pairs (!!) eine gute Stunde lang aufzuhalten. Es hat auch nicht grade geholfen, dass wir aus allen möglichen Ländern kamen und alle unterschiedliche Pässe und Visa hatten. Also wollte dieser überfleißige Beamte doch tatsächlich jeden einzelnen Pass kontrollieren und abstempeln. Während er da schön gemächlich am kontrollieren war, hielten es seine 3 Kollegen gar nicht für nötig ihm eventuell mal zu Hand zu gehen, damit es schneller geht und wir einfach weiterfahren können. Nö, die standen einfach nur in der Bustür und glotzten doof. 
Nachdem er auch wirklich jeden letzten Pass unter die Lupe genommen hatte, stellte er fest, dass ja alles in Ordnung ist und wir keine zwielichtigen Kriminellen sind und wir durften weiter.
Man hat irgendwie gemerkt, die Kanadier sind entweder total lieb, nett und höflich oder eher (wie unsere Beamter da) das Gegenteil, hochnäsig und gehässig. Zum Glück war der Großteil lieb zu uns :D

Da gehts lang!

 Nachdem wir im Hotel unsere Koffer abgestellt, uns mit unseren zwei Zimmergenossinen bekannt gemacht und etwas frisch gemacht hatten, haben wir uns dann auch sofort auf den Weg zu den Fällen gemacht. Jeden Freitagabend gibt es dort nämlich ein Feuerwerk und das wollten wir natürlich nicht verpassen.
Wir sind also aus dem Hotel und Clinton Hill runter gelaufen. So heißt die Straße, die wie ein kleines Las Vegas oder so ist, einfach nur eine Spaß-Meile, voll mit Gruselhäusern, Bars und Shops.

Just Fun Area Partytime Haunted House - Gruselhaus

Und am Ende standen wir vor den atemberaubenden Niagarafällen, die im Dunkeln wirklich irre schön beleuchtet waren. 

Beleuchtete Fälle Erster Abend Beste Zimmergenossinen

Nachdem wir uns das Feuerwerk gegönnt hatten, sind wir auch noch ein bisschen durch die Straßen gewandert und haben nach langer Zeit endlich mal wieder Alkohol (offiziell) trinken können. (Denn in Kanada darf man das schon ab 19, wobei ich finde, dass 19 ja eigentlich überhaupt keinen Sinn macht :D)
Jedenfalls gabs dann erstmal ein Bierchen und man fühlte sich nicht mehr wie ein bevormundetes kleines Kind, wie in den USA.

Endlich wieder alt genug zum trinken So siehts aus!

Am nächsten Tag ging es dann los mit der Erkundung. 
Als erstes stand die Bootsfahrt mit der "Maid of the Mists" auf dem Programm. Dafür mussten wir aber auf die amerikanische Seite laufen, denn das amerikanische Bootsunternehmen darf nur von der eigenen Seite des Flusses losfahren. Es gibt auf der kanadischen Seite den Hornbowler, der genau ein und die selbe Bootsfhart anbietet, aber eben ein kanadisches Unternehmen ist. Irgendwie voll bescheuert, wenn ihr mich fragt.
Jedenfalls sind wir dann erstmals über die Rainbow Bridge, die über den Niagara River führt, gelaufen und mussten dann durch die amerikanische Grenzkontrolle, die ja wie bekannt sein dürfte, nicht wirklich spaßig ist.

Links: USA Rechts: Kanada An der Grenze Die Grenze Laufen wir mal rein in die USA

Aber wir sind dann letztendlich doch alle wieder in die USA reingelassen worden und konnten unsere Bootsfahrt antreten. Erstmal haben wir diese geilen blauen Ponchos gekriegt und das war auch echt gut so, denn das Boot fährt mitten in die Horse Shoe Falls und da wird man einfach nur richtig nass. Aber zuerst sind wir an den American Falls vorbei gefahren und bekamen einen unvergesslich schönen und nahen Blick auf diesen gewaltigen Wasserfall. Kaum hat man die American Falls hinter sich gelassen, fährt man auch schon mitten rein in das Vergnügen. Es war wirklich ein unbeschreibliches Gefüh. Also eigentlich sieht man nichts mehr, weil das Wasser einem nur so ins Gesicht peitscht und das tosende Rauschen der Fälle ist ohrenbetäubend laut, genau so wie der Wind, der einem um die Ohren pfeift. Nicht zu vergessen, das freudige Rumgeschreie aller Menschen, die mit dir auf dem Boot sind. Es hat einfach nur richtig Spaß gemacht. Und auf dem Rückweg ist man einfach nur geflasht und dank der Ponchos doch noch einigermaßen trocken.

Maid of the Mists Bootstour Horse Shoe Falls American Falls

Als wir vom Boot stiegen, sahen wir seitlich vom Ausgang, dass es dort einen Weg gab, der direkt an den Rand der American Falls führte. Wir wollten auf keinen Falls diese Möglichkeit verpassen und sind diese gefühlt hunderte von steilen Stufen hochgeklettert. Aber der Weg hatte sich gelohnt, denn wir standen jetzt so nah an der Seite der Fälle, dass wir vom Mist nasser wurden als zuvor bei der Bootsfahrt.

Am Rande der American Falls Tattoo an den Niagara Fällen Ohne Moos nix los

Der nächste Programmpunkt war "Cave of the Winds". Das war mit Abstand eine der abgefahrensten Sachen, die ich je gemacht habe. 
Erstmal mussten wir aber recht lang in der Schlange stehen, bei praller Sonne. (Ich hatte den schlimmsten Sonnenbrand meines Lebens, aber da uns Regen für das Wochenende angekündigt worden war und wir stattdessen Sonne satt bekommen hatten, nahm ich das gerne in Kauf.)
Auch hier haben wir wieder, wie schon bei der Bootsfahrt, Ponchos bekommen, diesmal knallgelbe, und auch noch extra wasserfeste Sandalen. Also konnten wir davon ausgehen, dass wir nass werden...
Und das war auch so! "Cave of the Winds" ist eine Treppe, die direkt unter die Wasserfälle führt und man quasi in dem heruntersausenden Wasser steht. Das war einfach nur Wahnsinn! Wir hatten so einen Spaß. Es gab Stellen, da kam das Wasser ganz leicht nur über das Holzdeck geflossen, und an anderen Stellen, wie dem "Hurrican Deck" (das seinen Namen nicht von irgendwo her hat) kam das Wasser mit einer solchen Gewalt über die Füße geströmt, dass ich tatsächlich manchmal dachte, es schwemmt uns weg.

Spezialschuhe für Cave of the Winds Wir sind bereit! Möwen nisten hier auch ganz viele Unter den American Falls Jetzt sind wir nass

Nach all diesen aufregenden Stunden sind wir dann noch ein bisschen herumspaziert und auf Aussichtsplattformen gegangen, um die schöne Aussicht zu genießen.

Niagarafälle American Falls von Nahem Diese traumhafte Aussicht genießen Niagara River

Über den American Falls

Dieses Wochenende war leider wirklich viel zu schnell rum, wie das ja immer so ist mit den schönen Zeiten.
Dennoch hatte ich auch etwas worauf ich mich freuen konnte, denn meine Gastfamilie wollte mich an den Niagarafällen abholen und mich mit in den Sommerurlaub nach Connecticut nehmen. Also ging meine Reise noch weiter, aber davon im nächsten Eintrag.

Travelfriends forever!

14Mai2016

Da bin ich auch wieder mit einem neuen Eintrag!

Ich hatte gar nicht viel Zeit meiner abgereisten Familie hinterher zu trauern (was ich natürlich trotzdem habe!), denn ein paar Wochen später bekam ich schon wieder Besuch. Diesmal von Ade, meiner Freudin, die ich ja auch schon in D.C. besucht hatte.
Da Ade eher der Planer ist, war ich für dieses Wochenende relativ entspannt, weil sie genau wusste, wohin sie will, was sie alles sehen will. Ich hab dann mehr so als Orientierungssinn/Fotograf gedient :D Aber vollkommen okay, ich fand das eigentlich auch ganz gut so!

Da ist sie endlich!

Wir haben natürlich wieder die üblichen Sight-Seeing Stops gemacht, da möchte ich euch jetzt nicht wieder mit Bildern von der Bean oder so langweilen. Aber ich hatte endlich mal die Gelegenheit einen Chicago Style Hot Dog zu essen. Das war aber auch das letzte Mal! So einen ekligen Hot Dog hab ich wirklich noch nie gegessen :D Da bleib ich lieber bei dem ganz klassischen!

Chicago Style Hot Dog

Außerdem sind wir den Willis Tower oder auch Sears Tower (das höchste Gebäude in Chicago) hochgefahren und haben uns die einfach nur hammer geile Aussicht gegönnt!
Die haben da oben so Boxen eingebaut, die komplett aus Glas sind und aus dem Gebäude rausragen, sodass man quasi unter der Stadt stehen kann und überall ist nur Glas. Es war ein wenig beängstigent sich auf dieses Glas zu stellen und man brauchte auch ein wenig Vertrauen, dass das ja auch schon hunderte nicht ganz leichte Amerikaner ausgehalten hat, und dann war es einfach nur der Hammer!

Ganz schön tief Auf dem Willis Tower AAAAAAWWWWWW! Skydeck Tattoo über Chicago

Und Ade hatte auch noch den Wunsch zu dieser berühmten Chicago-Wand, wo einfach ein super cooles Wallpainting gemacht wurde, zu gehen. Naja wie sich herausstellte, war das irgendwo im Nirgendwo und wir landen in dieser komischen Gegend, wo keine Menschenseele ist und finden dann um die Ecke dieses coole Bild. Da war ich echt froh, dass Ade mir das gezeigt hat.

Chicagos bemalte Wand

Dann sind wir noch zum Lincoln Park, der wirklich schön ist, auch wenn es immer noch ziemlich kalt war.

Lincoln Park - Skyline Chicago

Und natürlich wollten wir noch tolle Bilder mit der Skyline machen, es hat gezogen wie Hechtsuppe, aber die Aussicht war es definitiv wert!

Chicago Skyline Was eine Aussicht Travelfriends

Und wer vielleicht ein bisschen aufgepasst hat in meine Blog, wird sich jetzt fragen, wo eine lustige Geschichte bleibt, weil Ade immer irgendwelche Dinger reißt. Also eine hab ich! :D *Sorry Ade*
Wir sind einen Abend ins Kino gegangen, kaufen unsere Tickets draußen am Schalter und gehen rein. Steht da der Kartenabreiß-Typ und lächelt uns entgegen. Ich kannte ihn schon, weil es einfach bei jedem Kinobesuch der gleiche Typ ist. Und wie immer sagt er: "Hello Supermodels!" (Er sagt das wirklich immer und zu allen Mädels, die in dieses Kino kommen)
Ade jedenfalls strahlt und meint so im weggehen zu mir: "Boah der war aber nett. Der findet, dass wir gut aussehen!"
Ich fange an zu lachen und sage: "Ade, der sagt das einfach immer und zu allen."
Ade guckt voll enttäuscht und sagt ganz traurig: "Schade, ich hab mich grade voll besonders gefühlt."
Aber auch, dass sich Ade ein Kaugummi mit mir teilen wollte mit der Begründung: "Ein ganzes schafft ich jetzt nicht, weil wir ja gleich essen gehen!" Fand ich sehr amüsant! :D

Leider konnte Ade nur für ein Wochenende bleiben, aber meine Gastfamilie hatte auch Besuch von den Großeltern und so sind wir in das Oak Park Conservatory gegangen und diese Blumen haben mir im Mai dann erstmals das Frühlingsgefühl gebracht, dass ich in dem winterlichen Chicago irgendwie vermisst habe.

Blüte im Conservatory Schöner Tag So farbenfroh

Ich bin auch mittlerweile der Überzeugung, dass Chicago eigenlich nur zwei Jahreszeiten hat. Winter und Sommer. Entweder ist es wirklich einfach nur zu kalt um zu leben oder brechend heiß und schwül! So einen Übergang wie Herbst und Frühling, den vermisse ich hier irgendwie, naja aber ich bin eigentlich auch nur deutsches Klima gewöhnt, was quasi das ganze Jahr ja nur Übergang ist. Nie wirklich heiß, aber auch nie richtig kalt.

Bis denne, wenn ich mich wieder melde!

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